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Eine Infografik bereitet komplexe Sachverhalte visuell so auf, dass sie sofort verständlich werden. Ob in Fachzeitschriften, TV-Dokumentationen, auf Infotafeln im Museum oder in Firmenpräsentationen: Das Bild liefert den schnellen Überblick über vielschichtige Abläufe, wissenschaftliche Zusammenhänge oder Funktionsweisen – der Begleittext dient nur noch der Vertiefung.
Reale Kameras stoßen schnell an Grenzen: Historische Bauwerke existieren oft nicht mehr, mikroskopische Vorgänge sind unsichtbar und geschlossene Objekte lassen sich nicht zerstörungsfrei durchleuchten. Eine Infografik macht genau diese verborgenen Schichten, Schnittansichten und Abläufe anschaulich.
Bei reinem Text müssen Leser mühsam Zeile für Zeile filtern, wo die wichtige Information steckt. Gute Infografiken leiten das Auge gezielt durch Farben, Nummerierungen und klare Strukturen. Betrachter erfassen die Kernaussage in wenigen Sekunden – ohne Vorwissen.
Ein sauber aufgebauter Grafik-Datensatz (egal ob 2D-Vektor oder 3D-Modell) lässt sich überall weiterverwenden: Als großformatiges Print-Schaubild im Magazin, als interaktive Grafik auf der Website oder animiert als Erklärsequenz im Video.
Warum KI hier fehlerhaft arbeitet: Bildgeneratoren setzen Motive nach Wahrscheinlichkeiten zusammen – sie verstehen weder historische Fakten, anatomische Details noch technische Zusammenhänge. Das führt zu falschen Proportionen, unlogischen Schnitten oder frei erfundenen Elementen. Eine fachlich korrekte Infografik erfordert präzise Recherche, echte Daten und saubere handwerkliche Gestaltung.
Was gefordert ist: Komplexe Zusammenhänge müssen für Besucher im Vorbeigehen barrierefrei begreifbar sein – ohne Vorwissen vorauszusetzen.
Typischer Einsatz: Historische Rekonstruktionen, Schautafeln zu Natur- oder Bauprozessen und interaktive Stationen, die abstrakte Themen greifbar machen.
Was gefordert ist: Absolute Detailtreue und logische Schnittansichten. Oft wird direkt auf bestehenden CAD- und Konstruktionsdaten aufgebaut, um teure Fehler im Vorfeld auszuschließen.
Typischer Einsatz: Montageanleitungen, Servicemanuals und Schulungsunterlagen für Fachkräfte und Kundendienst.
Was gefordert ist: Eine klare visuelle Dramaturgie, die den Leser neugierig macht und auch tiefe Fachartikel optisch auflockert.
Typischer Einsatz: Doppelseitige Schnittgrafiken in Print- und Onlinemagazinen, Sachbücher und wissenschaftliche Veröffentlichungen.
Praxistipp zur Planung: Wenn ein Motiv einmal als 3D-Modell gebaut wurde, lassen sich daraus später problemlos Standbilder für Print, Web oder neue Blickwinkel ableiten. Umgekehrt eine fertige 2D-Grafik nachträglich in 3D zu überführen, erfordert oft einen kompletten Neubau. Wer diesen Schritt von Beginn an mitdenkt, spart sich später doppelte Arbeit und unnötige Kosten.
In diesem Video zeige ich, wie diese Infografik entstanden ist und welcher Aufwand dahinter steckt.
Die vier Bilder unten sind keine separaten Zeichnungen, sondern reale Detailausschnitte aus unserer großen Infografik oben – nur mit der virtuellen Kamera ganz nah herangezoomt und aus einem anderen Winkel betrachtet.
Genau hier liegt der riesige Vorteil echter 3D-Arbeit: Wenn die Szene einmal von Grund auf konstruiert ist, steht jedes Gebäude und jedes Bauteil an seinem festen Platz. Wir können die Kamera frei drehen, den Detailgrad steuern oder das Licht von sonnig auf dramatisch umstellen – alles bleibt exakt zusammenhängend und maßhaltig.
Gängige KI-Bildgeneratoren können das nicht: Sie erzeugen bei jedem Klick ein reines Zufallsbild. Ändert man dort die Perspektive, sind Straßen plötzlich woanders, Leitungen verlaufen falsch oder Bauteile verändern ihre Form. Im 3D-Programm hingegen haben wir die absolute Kontrolle über jedes Detail.
Ein Wissens- oder Fachmagazin lebt davon, dass Leser komplexe Zusammenhänge auf einen Blick erfassen. Durch klare Nummerierungen und Schnittansichten wird das Auge gezielt durch das Thema geführt – der Text vertieft nur noch, was das Bild bereits verständlich gemacht hat.
Produkte mit komplexem Innenleben oder modularem Aufbau lassen sich von außen kaum fotografieren. Im Beispiel des Tiny House wurden Außenwände und Fassaden im 3D-Modell gezielt ausgeblendet: Der Betrachter erkennt sofort die Raumaufteilung aller Ebenen und Funktionen. Im fertigen Flyer-Layout führen präzise Callouts den Blick direkt zu den wichtigsten Produktfeatures.
„Angefangen hat alles mit 12 am Amiga – mit Animationen, Code und kleinen Filmen. Aus Leidenschaft wurde 1998 die Gründung und 2001 der Schritt in die volle Selbständigkeit. Die Jahrzehnte gehen dahin, die Leidenschaft ist geblieben.“