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Der entscheidende Vorteil: Echte Kameras können nur filmen, was physisch vor der Linse steht. Durch 3D-Tracking lassen sich Objekte einfügen, die erst in Planung sind, längst zerstört wurden oder verdeckt im Inneren arbeiten. Zudem lassen sich Strömungen visualisieren oder 3D-Texte und Infografik-Hinweise so verankern, als stünden sie real mit im Raum. Die echte Filmaufnahme liefert die Kulisse – die 3D-Erweiterung spart den aufwendigen Komplett-Nachbau ganzer Umgebungen.
Viele denken bei 3D sofort daran, dass eine komplette Szene am Computer gebaut werden muss. Bei der Kombination aus Realfilm und CGI ist das anders: Das echte Video liefert die fertige Kulisse – die 3D-Software ergänzt gezielt nur das Element, das in der Wirklichkeit fehlt oder unsichtbar ist.
Das echte Video wird Bild für Bild analysiert. Die Software erkennt markante Punkte in der Landschaft oder im Raum und errechnet daraus den genauen Weg der echten Kamera. So bewegt sich die virtuelle Kamera im 3D-Programm synchron zum echten Filmmaterial.
Das 3D-Objekt – etwa ein Bauwerk, eine Maschine oder ein Text – wird im berechneten Raum platziert. Damit es echt wirkt, wird auch die Lichtquelle (wie Sonnenstand oder Deckenlampen) so eingestellt, dass Schattenwurf und Reflexionen genau zur echten Umgebung passen.
Im letzten Schritt werden Realdreh und 3D-Grafik zusammengefügt. Objekte im Vordergrund (wie Bäume, Personen oder Kanten) werden so freigestellt, dass das 3D-Element ganz natürlich dahinter oder dazwischen steht, ohne zu verrutschen.
Der praktische Spareffekt: Weil Landschaft, Hallen und echte Menschen einfach gefilmt werden, entfällt der aufwendige Nachbau ganzer Umgebungen in 3D. Man baut nur das eigentliche Objekt und spart viel Zeit und Rechenaufwand.
Was gezeigt wird: Auf einer echten Wiese oder Ausgrabungsstätte entsteht plötzlich ein historisches Dorf, eine Burg oder ein antikes Bauwerk. Der Moderator steht in der echten Landschaft, während sich die Geschichte um ihn herum aufbaut.
Typischer Einsatz: TV-Dokumentationen, Museen, Ausstellungsfilme und geförderte Kulturprojekte.
Was gezeigt wird: Windkraftanlagen, Brücken, neue Gebäude oder Renaturierungen werden direkt in echte Drohnenaufnahmen der Landschaft montiert. So sehen Anwohner und Entscheider sofort das geplante Ergebnis am echten Standort.
Typischer Einsatz: Bürgerbeteiligung, Baugenehmigungen, Umweltämter und Projektentwickler.
Was gezeigt wird: Eine echte Maschine läuft im Werk – im laufenden Kamerabild wird das Gehäuse transparent und zeigt das Getriebe, Materialflüsse oder Luft- und Wasserströmungen direkt im realen Einsatz.
Typischer Einsatz: Industrie, Spezialmaschinenbau, Medizintechnik und Produktvideos.
Was gezeigt wird: Hinweistexte, Maßangaben, Pfeile oder Schnittlinien liegen nicht einfach flach über dem Bild, sondern stehen fest verankert im realen Raum und bewegen sich natürlich mit jedem Kameraschwenk mit.
Typischer Einsatz: Erklärfilme, Werbespots, Messeclips und Wissenschaftskommunikation.
Gut zu wissen: Oft muss für solche Szenen nicht einmal neu gedreht werden. Bereits vorhandenes Videomaterial oder ein einfacher Drohnenflug reichen häufig völlig aus, um mit gezielten 3D-Erweiterungen die gewünschte Bildwirkung zu erzielen.
Jeder hat diesen Effekt schon einmal in Fernsehdokumentationen, Automagazinen oder Messefilmen gesehen: Die Kamera schwenkt um ein echtes Objekt, und daneben erscheint ein Hinweistext oder Pfeil, der sich ganz natürlich mit der Bewegung im Raum mitdreht.
Statt flacher Einblendungen am Bildschirmrand stehen Beschriftungen, Maße oder Schnittlinien direkt neben dem real gefilmten Gegenstand. Wenn sich die Kamera bewegt, passt sich die Perspektive der Grafik an – und ein Moderator kann im Video direkt darauf zeigen oder darum herumgehen.
Das stellt normale Videoaufnahmen auf ein deutlich höheres Level – nicht nur optisch, sondern auch funktional: Zusammenhänge lassen sich viel schneller erfassen, weil Daten, Fließrichtungen oder Bauteilfunktionen genau dort zu sehen sind, wo sie am echten Objekt hingehören.
Der praktische Vorteil: Das gefilmte Produkt, Fahrzeug oder Bauwerk muss dafür überhaupt nicht in 3D nachgebaut werden. Die reale Filmaufnahme dient als fertige Kulisse – lediglich die Texte und Grafikelemente werden digital im Raum platziert.
Bestehendes Material aufwerten: Raumverankerte Grafiken eignen sich auch für bereits vorhandenes Videomaterial. Ohne Neudreh und ohne 3D-Modellbau lassen sich ältere Aufnahmen in moderne, anschauliche Erklärvideos verwandeln.
Sollte noch kein Videomaterial vorliegen, so kümmern wir uns gerne darum. Ob mit professionellem Kamera-Equipment oder per Drohnenflug.
Prinzipiell lässt sich aber jedes Videomaterial nutzen. Wenn Du selbst filmst, dann achte auf folgende Punkte:
Im 3D-Programm muss nun das Videomaterial vorbereitet werden. Aus dem zweidimensionalen Videomaterial muss ein 3D-Raum erstellt werden.
Dazu werden an markanten Stellen Punkte gesetzt. Im Video rechts sind diese gut zu erkennen.
Das Video wird dann Bild für Bild analysiert und die markanten Punkte werden verfolgt.
Das Verhältnis der einzelnen Punkte aus Schritt 2 zueinander wird dann zu einer dreidimensionalen Punktwolke umgerechnet.
Entstanden ist ein 3D-Raum. Kombiniert mit dem Originalvideo entsteht die perfekte optische Täuschung.
In diesem dreidimensionalen Raum können nun Objekte platziert werden. Der rote Kubus ersetzt hier unsere Windkraftanlage.
Für das Finetuning sind noch einige Arbeitsschritte notwendig. Arbeitet man hier nicht sauber, verrutschen die Objekte später und verschmelzen nicht mit dem Video.
Die Objekte, die im Video eingebaut werden, müssen zuerst digital gebaut und animiert werden.
Dies geschieht in diesem Fall direkt im selben Programm, um Proportionen, Drehungen und Bewegungen exakt auf den vorbereiteten Raum abzustimmen.
Damit das Objekt nicht wie ein Fremdkörper wirkt, muss das Objekt im Video eingebettet werden. Hier sieht man z. B., dass das Fundament mit dem Untergrund „verwachsen“ ist.
Möchte man es zu 100 % perfekt machen, könnte hier auch noch Gras darüber wachsen. Aber Perfektionismus kostet Zeit und Zeit ist Geld. Daher sollte man über manche Ideen Gras wachsen lassen, um Kosten zu sparen.
Wir arbeiten immer nah mit unseren Kunden zusammen. Arbeitszwischenschritte werden abgesprochen. So kann der Kunde Wünsche immer noch nachreichen.
In der Realität werfen alle Objekte Schatten. 3D-Objekte erst einmal nicht – man kann den Schattenwurf jedoch simulieren, und das sogar sehr gut.
Damit der Schattenwurf auch zum Video passt, muss genau analysiert werden, aus welcher Richtung das Licht kommt. Denn der virtuelle Schattenwurf muss zu dem aus der Realität passen. In diesem Fall wurde eine künstliche Sonne platziert, die genau aus der Richtung der echten scheint.
Schwierig war hier, dass die Büsche vor den Windrädern im Hintergrund den Schattenwurf in der Realität unterbrechen würden. Hier mussten wir uns etwas einfallen lassen, um den Schattenwurf realistisch wirken zu lassen.